Zeit, die Masken abzulegen

Wir alle tragen Masken

Wir alle tragen Masken. Und zwar nicht erst seit Corona sichtbar als Mund-Nasen-Schutz. Nein, wir tragen sie seit frühester Kindheit. Seit wir gelernt haben, wie wir zu sein haben. Nicht zu laut, nicht zu emotional und bitte nicht zu verträumt. Wir leben schließlich in einer harten Realität, geprägt von Leistung, unserem sozialen Status und rationalem, logischen Denken. Da ist kein Platz für Träume, Gefühle und Individualität. Wer sich nicht anpasst, geht unter. Also passen wir uns an. Legen uns einen oder sogar mehrere Schutzpanzer zu. Verstecken unsere Gefühle. Vergraben unsere Träume als unrealistische Konstrukte. Lernen, was es okay ist zu sagen und was nicht. Beugen uns der „Mehrheitsmeinung“, denn die wird schon richtig sein.

Unter all den Masken vergessen, wer wir wirklich sind

Und irgendwo unter all diesen Schutzpanzern und Masken vergessen wir, wer wir wirklich sind. Was uns wirklich ausmacht. Was wir wirklich wollen. Wovon wir einst geträumt haben. Bis es uns irgendwann doch einholt. Weil wir uns innerlich leer fühlen, weil wir erschöpft sind, weil wir nicht mehr können.

Warum es uns enorme Energie kostet, die Masken zu tragen

Es kostet weitaus mehr Energie, immer eine Rolle zu spielen, als einfach man selbst zu sein. Schließlich darf die Maske unter keinen Umständen Risse kriegen. Das Problem ist, dass wir nicht nur eine Maske haben, sondern mehrere. Je nach Menschen, mit denen wir uns umgeben, tragen wir eine unterschiedliche Maske. Die Maske der perfekten Ehefrau oder Lebensgefährtin, die der perfekten Mutter, der perfekten Chefin oder Kollegin, der perfekten Freundin, der perfekten Schwester, die Liste ist endlos. Noch schwieriger wird es, wenn diese Menschen zusammentreffen. Da wird aus einem harmlosen Abend schnell ein Tanz auf dem Pulverfass. Bloß keine Maske fallenlassen, bloß nicht „auffliegen“.

Welche Folgen uns erwarten, wenn wir weiterhin unsere Masken tragen

Kein Wunder, dass Burnout, Depressionen und andere psychische Krankheiten auf dem Vormarsch sind in unserer Gesellschaft. Wir sind so sehr damit beschäftigt, einem „idealen“ Bild von etwas zu entsprechen, dass wir verlernt haben, auf uns zu hören. Wir nehmen lieber Krankheiten in Kauf und versuchen auf Biegen und Brechen unsere perfekte Fassade aufrechtzuerhalten, anstatt einfach damit aufzuhören und wir selbst zu sein. Aber was hindert uns daran?

Was uns daran hindert, die Masken abzulegen

Kurz gesagt: Angst. Angst, ausgegrenzt, nicht mehr geliebt oder allein gelassen zu werden. Manchmal kommen auch noch andere Gefühle dazu wie Scham oder Schuld, wobei diese meist in einer der oben genannten Ängste wurzeln. Wir Menschen sind Bindungswesen. Wir brauchen die Bindung zu anderen Menschen, um zu überleben. Verlieren wir sie, sterben wir. Als Kinder haben wir gelernt, wie wir sein müssen, damit wir geliebt werden. Das soll jetzt keine Schuldzuweisung an unsere Eltern sein. Sie haben ihr Bestmögliches getan und uns das weitergegeben, was sie selbst gelernt haben. Ganz allgemein und etwas überspitzt gesagt ist das: Wer sich anpasst, hat es leichter in der Welt.

Wie wir es schaffen können, die Masken trotzdem abzulegen

Jetzt könnten wir resignieren und weiterhin krampfhaft versuchen, die Masken aufrechtzuerhalten. Oder wir schauen uns unsere Ängste genauer an. Hinterfragen, ob es wirklich stimmt, dass uns keiner mehr mag, wenn wir zeigen, wer wir wirklich sind. Ob wir wirklich von allen ausgegrenzt werden. Ob wir wirklich allein dastehen würden. An dieser Stelle und aus meiner Erfahrung heraus kann ich schon mal soviel sagen: Nein, tun wir nicht. Es ist lediglich unser Ego, das uns das weismachen will, um uns zu schützen. Und das können wir ändern. Hilfreiche Tools dafür sind z.B. Schattenarbeit, Meditation, die Arbeit mit unseren Glaubenssätzen oder auch Tapping, um die dahinterliegenden Ängste aufzulösen.

Was passiert, wenn wir die Masken abgelegt haben

Haben wir uns dafür entschieden, die Masken abzulegen und immer und in jeder Situation wir selbst zu sein, kann es sich anfangs ungewohnt, vielleicht sogar unangenehm anfühlen. Schließlich zeigen wir uns zum ersten Mal wirklich. Damit machen wir uns verletzlich und angreifbar. Es kann sein, dass wir erstmal auf Ablehnung stoßen. Nicht jeder aus unserem vertrauten Umfeld kommt damit klar, wenn wir auf einmal „anders“ sind. Es kann auch passieren, dass Menschen sich von uns abwenden. Das tut natürlich weh, aber mal ehrlich: Willst du Menschen in deinem Leben haben, die dich nur dann mögen, wenn du ihnen etwas vorspielst, das du nicht bist? Oder möchtest du Menschen in deinem Leben, die dich gerade deshalb mögen, weil du dich zeigst, wie du bist? Mit allen vermeintlichen Schwächen.

Diese Menschen werden dich nur finden, wenn du endlich aufhörst, dich hinter deinen Masken zu verstecken.

Gib dir Zeit und verurteile dich nicht, wenn du in alte Muster zurückfällst

Wie jede Veränderung braucht auch das Ablegen deiner Masken die Zeit, die es eben braucht. Manche Masken legen wir schneller und leichter ab, bei anderen dauert es länger. Gib dir die Zeit, die du brauchst. Wir lernen unser ganzes Leben lang und sind nie ganz fertig. Das ist auch gut so, denn wir entwickeln uns ja weiter. Deshalb verurteile dich nicht, wenn du hin und wieder in alte Muster zurückfällst. Das ist völlig normal und okay. Sei liebevoll mit dir und bleib dran. Es lohnt sich!

Du möchtest Unterstützung dabei, hinter deine Masken und die damit verbundenen Ängste zu schauen? Du möchtest dadurch ein glücklicheres und leichteres Leben zu führen? Dann melde dich gerne hier für ein Coaching bei mir an.

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HALLO, ICH BIN Christina

und auf diesem Blog nehme ich dich mit auf meine (und vielleicht auch deine) ganz persönliche Road to Happiness. Hier schreibe ich über alles, was mich interessiert und inspiriert und über meinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung und wie sich mein Leben dadurch verändert hat. 

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